Funktioniert ein Bootstag auf Ibiza mit Kindern? Aus unserer Erfahrung kann er der entspannteste Tag des ganzen Urlaubs werden — wenn man ihn richtig anlegt. Eine Bootstour auf Ibiza mit Kindern gelingt, wenn drei Dinge zusammenkommen: ein privates Boot statt einer vollen Gruppentour, ein professioneller Skipper, der auf dem Wasser alles übernimmt, und ein Küstenabschnitt, der ruhig bleibt, wenn anderswo der Wind auffrischt. Von unserem Liegeplatz in der Marina Santa Eulalia an der geschützten Ostküste aus haben wir alle drei direkt vor der Tür — Familien gehören deshalb Saison für Saison zu unseren liebsten Chartern.
Warum privat die Gruppentour schlägt, sobald Kinder an Bord sind
Die großen Katamaran-Ausflüge können unter Erwachsenen durchaus Spaß machen. Mit einem Vierjährigen werden sie zur Logistikübung: feste Abfahrtszeiten, ein einziger eingeplanter Badestopp, Schlange vor der Toilette und Dutzende Fremde zwischen euch und der Kühlbox. Auf dem eigenen Boot gibt es das alles nicht. Die NAVAN S30 gehört euch den ganzen Tag, unser Skipper ist immer inklusive, und das Programm bestimmen eure Kinder. Wollen sie zehn Minuten nach dem Ablegen schwimmen? Dann fällt der Anker. Schläft das Jüngste auf dem Bug ein? Dann bleiben wir eben etwas länger liegen.
Einen ehrlichen Vergleich zwischen privatem Boot und den großen Partybooten haben wir bereits geschrieben — für Familien ist die Kurzfassung einfach: Mit Kindern ist das Gruppenformat keine Option, und geteilt durch zwei Familien kostet ein privater Tag weniger, als die meisten Eltern denken.
Ruhiges Wasser: die Bootstour auf Ibiza mit Kindern beginnt an der Ostküste
Der am meisten unterschätzte Faktor eines Familien-Bootstags ist der Seegang. Kindern sind berühmte Strandnamen egal; sie wollen eine sanfte Fahrt und glattes Wasser am Badestopp. Genau hier spielt unser Heimathafen seine Stärke aus. Wir starten in der Marina Santa Eulalia an der Ostküste, und die Buchten direkt nebenan — Cala Llonga gleich südlich, Es Canar etwas weiter nördlich — sind genau die geschützten, flach abfallenden Buchten, die man sich mit jungen Schwimmern wünscht. Wenn nachmittags auf der Westseite der Insel die Brise einsetzt, liegt der Osten oft noch spiegelglatt da.
Unser Skipper schaut jeden Morgen auf die Vorhersage und wählt schlicht die ruhige Seite. Tagomago, die Privatinsel vor der Küste, liegt etwa zwanzig Minuten von der Marina entfernt — ein kurzer, aufregender Schlag, der sich für einen Sechsjährigen wie eine echte Expedition anfühlt, ohne je weit weg von zu Hause zu sein.

So bauen wir den Tag um die Kinder herum
Ein ganzer Tag dauert acht Stunden, in der Regel von 10:00 bis 18:00 Uhr — die Zeiten sind aber flexibel; mit kleinen Kindern starten manche Familien lieber früher und sind rechtzeitig zum Abendessen zurück. Der eigentliche Unterschied liegt im Rhythmus: Statt einer langen Überfahrt machen wir kurze Schläge von Bucht zu Bucht, mit Badestopp, sobald jemand danach ruft. Schnorchelausrüstung liegt schon an Bord, und über die Badeleiter an der Heckplattform klettern auch die Kleineren selbstständig rein und raus — öfter, als man zählen kann.
Zwei Geräusche gehören für uns zu diesen Tagen: das Rasseln der Ankerkette, bei dem jedes Kind aufschaut, und die plötzliche Stille, wenn die Motoren ausgehen und nur noch Wasser gegen den Rumpf schwappt. Das ist meistens exakt der Moment, in dem der Erste springt.
Mit dem Food-Paket (45 € pro Person: mediterrane Lunch-Platte, frisches Obst und Wasser) entfällt die komplette Picknick-Operation — keine Kühltaschen schleppen, kein Sand im Sandwich; das Mittagessen steht vor Anker einfach auf dem Teaktisch. Ein aufblasbares SUP (50 €) beschäftigt Kinder stundenlang in einer ruhigen Bucht, und für Teenager ist der Seabob-Unterwasserscooter (250 €, Einweisung inklusive) meist das Highlight der Woche.

Was an Bord ist — und Eltern wirklich interessiert
- Immer ein professioneller Skipper. Ihr fahrt nicht, navigiert nicht, ankert nicht. Ihr behaltet eure Kinder im Blick — er alles andere.
- Eine private Toilette unter Deck. Die erste Frage aller Eltern — ja, gibt es.
- Eine kleine Doppelkabine unter Deck. Schattig, kühl und ruhig: der perfekte Platz für den Mittagsschlaf nach dem Essen.
- Schatten vorn und achtern. Das schwarze T-Top wird mit Sonnensegeln über den Bugliegen und der Heckbank erweitert — niemand muss in der prallen Mittagssonne sitzen.
- Schnorchelausrüstung und Bluetooth-Soundsystem. Ihre Entdeckungen, ihre Playlist.

Zwei Familien, ein Boot: die Rechnung
Die NAVAN S30 nimmt bis zu zehn Gäste mit, und unsere Preise gelten pro Boot, nicht pro Person — genau da wird die Familienrechnung interessant. Zwei Familien mit vier oder fünf Personen füllen das Boot exakt, und der Charter wird entsprechend geteilt: ab 999 € in der Nebensaison, 1.250–1.450 € im Mai und September, 1.600–1.750 € im Juli und August; der Kraftstoff wird separat nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet. Alle Details stehen auf unserer Preisseite. Gebucht wird online mit 30 % Anzahlung, der Rest wird am Tag selbst beglichen.
Ein ehrlicher Rat zum Schluss
Wer bei den Terminen frei ist, nimmt Juni oder September: warmes Wasser, ruhigere Ankerplätze und ein Preis, der deutlich unter der Hochsaison liegt. Und sind eure Kinder dem Buggy-Alter entwachsen, fragt uns nach dem Formentera-Tag — das flache Lagunenwasser vor S'Espalmador ist das, was im Mittelmeer einem riesigen natürlichen Planschbecken am nächsten kommt. Nennt uns bei der Buchung die Altersstufen eurer Crew, und unser Skipper kommt mit einem Plan an Bord — und einem Plan B.



