Wenn Sie sich den Termin aussuchen können, wählen Sie klug: Ibiza im September — oder gleich im Oktober — ist für einen Tag auf dem Wasser die beste Entscheidung des Jahres. Das Meer ist dann so warm wie sonst nie, bis in den späten September hinein um die 24 °C, während die August-Flotte längst abgereist ist. Und der Preis folgt den Menschenmassen: Unser Tagespreis sinkt vom Juli-August-Hoch von 1.600–1.750 € auf 1.250–1.450 € im September, ab Oktober geht es Richtung 999 €. Dasselbe Boot, dieselben Buchten, weicheres Licht — und das Einzige, was kein Foto zeigen kann: Stille vor Anker.
Wir fahren unsere NAVAN S30 vom Jachthafen Santa Eulalia aus, Liegeplatz H17, vom Frühjahr bis tief in den Herbst — wir kennen die Insel also in beiden Stimmungen. Das hier ändert sich wirklich, sobald der August vorbei ist, und darum empfehlen wir unseren eigenen Freunden genau die Wochen, die in den Katalogen fehlen.
Das wärmste Badewasser des Jahres kommt nach dem Trubel
Das Mittelmeer hinkt dem Kalender hinterher. Die Luft erreicht ihren Höhepunkt im August, doch das Meer speichert diese Wärme und gibt sie im September und Oktober zurück. Der erste Sprung vom Bug Ende September ist tatsächlich wärmer als derselbe Sprung im Juni — das überrascht fast jeden Gast, der die Insel nur aus dem Frühsommer kennt. Die Schnorchelausrüstung an Bord ist in diesen Wochen häufiger im Einsatz als zu jeder anderen Zeit: warmes Wasser, ruhige Tage und Buchten, so klar, dass Sie einem Fisch an den Felsen entlang folgen können, solange die Luft reicht.

Ankerbuchten: im August Boot an Boot, im Oktober leer
Das ist die Veränderung, die wir vom Steuerstand aus am stärksten spüren. Im August liegen Cala Bassa und Cala Comte an der Westküste schon am späten Vormittag voll, und die Lagune vor Ses Illetes auf Formentera wird zur Mittagszeit zum schwimmenden Parkplatz. Wir lieben diese Orte nach wie vor — das Wasser verdient seinen Ruf — aber im Hochsommer teilt man sie.
Im Oktober wechseln dieselben Plätze komplett den Charakter. Vor S'Espalmador, der unbewohnten Insel am Anfang unserer Formentera-Route, hören Sie die Ankerkette auslaufen und danach: nichts. Kein Bass vom Nachbarboot, keine Jetskis, nur Wasser am Rumpf. An unserer heimischen Ostküste liegt Tagomago rund zwanzig Minuten vom Liegeplatz entfernt, und an einem Oktober-Wochentag gehört Ihnen dieser Küstenabschnitt mitunter ganz allein. Cala Llonga, Es Canar und die stilleren Buchten im Norden fühlen sich wieder wie private Entdeckungen an.

Ibiza im September und Oktober: Was der Bootstag kostet
Unsere Preise gelten pro Boot — die NAVAN S30 nimmt bis zu 10 Gäste mit — und der professionelle Skipper ist immer inklusive; niemand an Bord braucht einen Bootsführerschein. Der Kraftstoff wird separat nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet.
| Saison | Ganztagescharter (8 Stunden, pro Boot) |
|---|---|
| Juli & August | 1.600–1.750 € |
| Mai & September | 1.250–1.450 € |
| Oktober–April | ab 999 € |
Geteilt durch zehn kostet ein Septembertag rund 125–145 € pro Person vor Extras; ein Oktobertag beginnt bei etwa 100 €. Die komplette Kostenanatomie eines Charter-Tages — Kraftstoff, Extras, Anzahlung — finden Sie in unserer ehrlichen Kostenaufstellung, die aktuellen Tarife auf einen Blick auf unserer Preisseite.
Der Herbsttag: gleiche Stunden, besseres Licht, leichter ein Tisch
Ein ganzer Tag bleibt acht Stunden, in der Regel von 10:00 bis 18:00 Uhr, und beide Signature-Routen werden weiter gefahren. Der Formentera-Tagestörn ist jetzt womöglich am schönsten: Die Überfahrt wird ruhiger, die Lagune vor Ses Illetes hat wieder Platz, und Strandrestaurants, die im August lange Vorlaufzeiten verlangen, klappen nun oft kurzfristig — den Tisch reservieren wir für Sie, das gehört zum Tag dazu. Auf der Es-Vedrà-Route erledigt das Herbstlicht den Rest: Wenn wir den Heimweg antreten, steht die Sonne schon tief, die Klippen der Westküste färben sich bernsteinfarben, und die goldene Stunde erwischt Sie noch auf dem Wasser — nicht erst nach dem Anlegen.

Ehrlich gesagt: das Herbstwetter — und wie wir damit planen
Wir tun nicht so, als wäre der Oktober einfach ein August mit Rabatt. Das Herbstwetter ist wechselhafter: Die meisten Tage sind herrlich, aber Wind und Schwell verlangen Aufmerksamkeit. Genau hier zahlt sich der Start in Santa Eulalia aus. Die Ostküste ist unser Hausrevier und oft die geschützte Seite, wenn Wetter durchzieht — ist es im Westen kabbelig, bauen wir einen wunderbaren Tag rund um Cala Llonga, Es Canar, Tagomago und die Buchten im Norden, ohne je in unruhiges Wasser zu geraten. Ihr Skipper liest am Vorabend die Vorhersage und schlägt den ruhigsten Plan vor; die Stunden gehören Ihnen, die Route passt sich an.
Zwei praktische Tipps aus der Crew: Wählen Sie, wenn möglich, einen Wochentag — an Spätsaison-Wochenenden sind noch viele einheimische Boote unterwegs, während ein Dienstag im Oktober dem leeren Mittelmeer so nahe kommt wie sonst nie. Und packen Sie eine leichte Schicht für die Rückfahrt ein: Die Tage bleiben warm, doch sobald die Sonne sinkt, wird die Luft über dem Wasser weich und kühl — die Fahrt zurück nach Santa Eulalia genießt man mit einem Pullover in Reichweite gleich doppelt.



